Ein einziger Moment im DDR-Chaos kostete ihn seinen Sohn – und 28 Jahre seines Lebens. Jetzt wagt er die Suche, trotz fehlender Akten, widersprüchlicher Hinweise und einer Vergangenheit, die viele lieber vergessen würden. Julia Leischik begleitet ihn durch ein Labyrinth aus Schmerz, Hoffnung und staatlichen Geheimnissen. Mit jedem neuen Detail kommt er einer Wahrheit näher, die sowohl Erleichterung als auch neuen Herzschmerz bringen kann. Eine emotionale Grenzerfahrung.

Vater sucht seit 28 Jahren seinen Sohn: Andreas Lake, ein ehemaliger politischer Gefangener der DDR, ist auf der verzweifelten Suche nach seinem Sohn Marco, der nach seiner Geburt zwangsadoptiert wurde. Andreas wurde 1984 während eines Fluchtversuchs verhaftet und verbrachte fünf Jahre im Gefängnis. In dieser Zeit wurde Marco zur Adoption freigegeben, ohne dass Andreas je die Möglichkeit hatte, ihn kennenzulernen.
Die Geschichte von Andreas ist eine tragische Erinnerung an die dunklen Zeiten der DDR, in der Familien brutal auseinandergerissen wurden. Nach der Trennung von seiner schwangeren Frau wurde Andreas von seinem Sohn, den er nie gesehen hat, getrennt. Die Sehnsucht nach Marco verfolgt ihn bis heute.
Julia Leischik, eine bekannte Moderatorin, hat sich der Sache angenommen und besucht Andreas in Leipzig, um mehr über seine Geschichte zu erfahren. In einem emotionalen Gespräch erzählt Andreas von seinem Schmerz und der Hoffnung, dass sich jemand melden wird, um ihm bei der Suche nach Marco zu helfen.

Die Suche nach Marco führt Julia zu verschiedenen Institutionen, darunter das Tabaluga Kinderheim, in dem Marco untergebracht war. Dort erhält sie die Bestätigung, dass Marco dort war, aber keine weiteren Informationen über seinen Verbleib. Die Verzweiflung wächst, während die Zeit vergeht und Andreas weiterhin auf der Suche nach seinem Sohn ist.
Die Zwangsadoptionen in der DDR sind ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte, und immer mehr Details kommen ans Licht. Experten und Organisationen, die sich mit diesen Themen beschäftigen, unterstützen Andreas in seiner Suche, doch die Hürden sind hoch.
Andreas appelliert jetzt an die Öffentlichkeit: “Marco, wenn du das siehst, ich bin’s dein Papa. Bitte melde dich.” Die Dringlichkeit dieser Suche ist spürbar, und die Hoffnung auf ein Wiedersehen bleibt trotz der langen Jahre der Trennung bestehen.
Die Geschichte von Andreas und Marco ist nicht nur eine persönliche Tragödie, sondern auch ein Aufruf zur Erinnerung und zur Aufarbeitung der Vergangenheit. Wenn Sie Informationen haben, die helfen könnten, wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen.