Kadri Amida sucht seit vielen Jahren nach seiner kleinen Tochter, die er im Alter von nur zwei Jahren verlor. Die Umstände des Verschwindens sind bis heute schmerzhaft und ungeklärt. Julia begleitet ihn auf einer Suche voller emotionaler Wendungen, internationaler Hinweise und Begegnungen, die Hoffnung und Angst zugleich bringen. Für Kadri ist klar: Erst wenn er weiß, was mit seiner Tochter geschehen ist, kann er Frieden finden. Doch der Weg dorthin ist schwieriger als gedacht.

Kadri Amida, eine verzweifelte Vaterfigur, sucht seit fast 30 Jahren nach seiner Tochter Hamide, die er zuletzt als kleines Mädchen in Portugal sah. Die dramatische Trennung geschah Anfang der 80er Jahre, als Kadri’s Ehe scheiterte und seine Frau mit der gemeinsamen Tochter in ihre Heimat zurückkehrte. Seitdem lebt Kadri in Deutschland und kämpft mit dem unstillbaren Schmerz des Verlustes.
In einem bewegenden Gespräch mit Julia Leischik, die sich auf die Suche nach Hamide macht, bricht Kadri in Tränen aus. “Ich habe keine Chance, meine Tochter zu sehen. Wenn ich sterbe, ist mir egal. Das ist alles, was ich will”, gesteht er erschüttert. Julia, die sich fest vorgenommen hat, Hamide zu finden, reist nach Portugal, um Hinweise zu sammeln. Doch die Suche gestaltet sich als äußerst schwierig.

In der Kleinstadt Porto sucht Julia nach der Mutter von Hamide, die Schneiderin war. Trotz zahlreicher Nachfragen bleibt der Erfolg aus, und die Zeit drängt. “Die Suche scheint in eine Sackgasse zu geraten”, erklärt Julia frustriert. Doch dann, nach unzähligen erfolglosen Versuchen, erhält sie endlich einen vielversprechenden Hinweis: Hamide könnte in Deutschland leben – in Stuttgart.
Die Spannung steigt, als Julia Kadri über den Fortschritt informiert. “Ich kann es nicht glauben, dass sie jetzt in Deutschland ist”, sagt Kadri voller Hoffnung. Die emotionale Reise kulminiert in einem berührenden Wiedersehen, als Kadri und Hamide, die sich an ihr letztes Treffen als kleines Kind erinnert, endlich in die Arme fallen.
Die Trennung, die durch den Krieg und die Flucht verursacht wurde, ist nun vorbei. “Ich habe die so vermisst”, sagt Kadri, während er seine Tochter und seine Enkelkinder umarmt. Nach 30 Jahren der Ungewissheit findet die Familie endlich zueinander. Ein bewegendes Ende einer langen, schmerzhaften Suche, die zeigt, wie stark die Bande zwischen Eltern und Kindern sind – selbst über die größten Entfernungen hinweg.